Belgien: Land und Leute

 

Land & Leute

In Belgien leben auf einer Fläche von 30.528 qkm rund 10,4 Millionen Einwohner. Belgien grenzt an die Niederlande, Deutschland, das Großherzogtum Luxemburg, Frankreich und an die Nordsee. Es ist eine konstitutionelle Monarchie und hat mit dem heutigen König, Seiner Majestät König Albert II, den sechsten Monarchen. Brüssel ist die Hauptstadt.

Seit 1993 ist Belgien wie Deutschland ein föderaler Staat, der sich aus drei Sprachgemeinschaften (flämisch, französisch und deutschsprachig) zusammensetzt. Daneben ist er durch die Regionen Brüssel-Hauptstadt, Wallonien und Flandern gegliedert. Regionen und Gemeinschaften sind territorial nicht deckungsgleich: So befindet sich die Deutschsprachige Gemeinschaft in der Region Wallonien. Regionen und Gemeinschaften haben jeweils ihre eigene Regierung und ihr eigenes Parlament. Die Kompetenzen der Regionen sind vor allem wirtschaftlicher Art, die der Gemeinschaften eher kultureller und bildungspolitischer Art.

„Für mich ist Brüssel eine super Mischung: Die Flamen sind effektiv, die Wallonen bringen die französische Lebensfreude mit. Außerdem mag ich die internationale Atmosphäre. In der U-Bahn hört man etwa 15 verschiedene Sprachen, das genieße ich! Kontakt zu anderen Ausländern bekommt man über die Website www.xpats.com. Dort werden auch Sprachkurse angeboten.“

Elisabeth Schöffmann ist Mitarbeiterin einer internationalen Kommunikationsagentur in Brüssel


Niederländisch, Französisch und Deutsch sind die offiziellen Amtssprachen, Englisch gilt als erste Fremdsprache. 59 Prozent der Bevölkerung zählen zu den Niederländisch sprechenden Flamen, 40 Prozent zu den Französisch sprechenden Wallonen. Die deutschsprachigen Ostbelgier (Ripuarische Rheinfranken), die in der Gegend um Eupen und St. Vith leben, sind mit rund einem Prozent vertreten. Die restliche Wohnbevölkerung setzt sich aus Zugewanderten zusammen. Die Hauptstadt Brüssel ist aufgrund ihrer vielen internationalen Unternehmen und EU-Organisationen mulitkulturell geprägt.

Kontakt zu anderen Ausländern bekommt man über die Website www.xpats.com.

Informationen über Belgien finden Sie unter www.belgium.be und unter www.auswaertiges-amt.de. Informationen über die Französische Gemeinschaft unter www.cfwb.be , über die Flämische Gemeinschaft unter www.vlaanderen.be, über die Deutschsprachige Gemeinschaft unter www.dglive.be.

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Blick in die Wirtschaft

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Region Flandern wirtschaftlich besser entwickelt als das südliche Wallonien: Rund zwei Drittel des Bruttosozialprodukts werden in der flämischen Region erwirtschaftet. Wallonien leidet unter strukturellen Problemen. Im 19. Jahrhundert war Belgien eines der ersten europäischen Länder, in denen die industrielle Revolution Wirkung zeigte. In Wallonien florierte die Eisen- und Stahlindustrie, in Flandern die Textil- und Bekleidungsindustrie.

Heute sind über 30 Prozent aller Firmen in ausländischem Besitz. Die zentrale Lage innerhalb der EU, die gute Infrastruktur, die Häfen und die Mehrsprachigkeit der Bevölkerung machen das Land für Investoren attraktiv. Noch immer gehört Belgien zu den am stärksten industrialisierten Ländern Europas: Der Industriesektor trägt ein Fünftel zur gesamten Wertschöpfung bei. Die wichtigsten Erzeugnisse sind Fahrzeuge, chemische Produkte und Maschinen. Dabei spielt der Außenhandel eine große Rolle: Obwohl Belgien nur knapp 0,2 Prozent der Weltbevölkerung beherbergt, ist es mit rund drei Prozent am weltweiten Exportvolumen beteiligt. Antwerpen ist das wichtigste Industriezentrum des Landes: Dort hat sich die Hälfte der Chemieindustrie angesiedelt (Raffinerien, Petrochemie, aber auch Fotoartikel, pharmazeutische Produkte). Die Chemieindustrie ist der umsatzstärkste Produktionszweig. Auch die Bauwirtschaft ist stark vertreten.

Der Dienstleistungssektor wird jedoch immer bedeutender: Sein Anteil am Bruttoinlandsprodukt liegt bei knapp drei Vierteln. Hier dominieren die Sektoren Finanzen, Transport, Kommunikation, Messen und internationaler Handel. Vor allem das Geschäft mit Immobilien boomt. In der Branche sind 400.000 Menschen beschäftigt, besonders viele davon in Brüssel. An der Küste, in Brüssel und in historischen Städten wie Brügge, Leuven, Antwerpen oder Gent spielt zudem der Tourismus eine wichtige Rolle. Nur noch knapp zwei Prozent der Erwerbstätigen arbeiten in der stark mechanisierten Landwirtschaft.

Die ersten Jahre des neuen Jahrtausends waren für das Königreich zwischen Ardennen und Nordsee schwierig. Nun stehen die Aussichten gut: Das BIP real ist im Vergleich zum gesamten Euroraum überdurchschnittlich, und für den Zeitraum bis 2010 erwarten Experten ein durchschnittliches Wachstum von 2,2 Prozent (Quellen: Bfai). Weitere Informationen zur Wirtschaft erhalten Sie unter www.debelux.org.

 

Weiterführende Informationen:

Pfeil www.belgium.be
Portal der belgischen Behörden für Bürger und Unternehmen, die sich über das Serviceangebot in den einzelnen Departments, Regionen und Kommunen informieren möchten. Es enthält Informationen über Belgien und seine Regierung sowie zahlreiche weiterführende Links.

Pfeil www.auswaertiges-amt.de
Das Auswärtige Amt informiert auf seinem Online-Portal unter dem Stichwort "Länderinformationen" über europäische und außereuropäische Länder. Die Themen: Politik, Wirtschaft, Kultur, Stand der bilateralen Beziehungen und Einreisebestimmungen des jeweiligen Ziellandes sowie Reise-, Sicherheits- und Gesundheitshinweise.

Pfeil www.vlaanderen.be
Die flämische Portalseite bietet Zugang zu sämtlichen Dienstleistungen der öffentlichen Verwaltung. Die Themengebiete reichen dabei von der Außenpolitik über Steuerangelegenheiten bis hin zu Arbeitsaufnahme und Mobilität und decken alle Bereiche des öffentlichen Lebens ab.

Pfeil www.dglive.be
Das viersprachige Portal bietet Bürgern, Unternehmen und Vereinen / Verbänden Information und Beratung zu allen Fragen hnsichtlich der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Neben einem umfangreichen Informationsangebot steht eine Vordrucksammlung zur Erledigung von Verwaltungsangelegenheiten und ein detailiertes Ansprechpartnerverzeichnis zur Verfügung.

Pfeil www.cfwb.be
Portal der Französischen Gemeinschaft zu den Themen Kultur, Bildung, Forschung und Ausbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Infrastrukturen, Sport und internationale Beziehungen.

Pfeil www.debelux.org
Online-Portal der Deutsch-Belgisch-Luxemburgischen Handelskammer mit grenzübergreifenden Informationen zu den Wirtschafts- und Arbeitsmärkten der drei Länder, Firmenverzeichnis für die Suche nach Kontaktdaten, Stellenbörse und Informationen sowie Angeboten für Praktika.

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Altstadtansicht der belgischen Stadt Antwerpen
 
Blick auf den Torbogen des  Palais du Centenaire im belgischen Brüssel
 
Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) - Info-Center der ZAV: 0228 / 713 13 13 - E-Mail: zav-auslandsvermittlung@arbeitsagentur.de