Dänemark: Land und Leute

 

Land & Leute

Von Dänemarks 406 Inseln sind nur 78 bewohnt. Vor allem für Ingenieure sind die landschaftlichen Gegebenheiten eine echte Herausforderung. Die Brücken gehören zum Image des Königreichs, ebenso wie die Rundkirchen mit den mittelalterlichen Malereien, die fotogenen Fischräuchereien und kleinen Hafenstädte auf Bornholm.

Bei der Insel Læsø kann man noch heute beobachten, wie Dänemark nach dem Abschmelzen kilometerdicker Gletscher der letzten Eiszeit aufatmet. Dort hebt sich das Land jedes Jahr um fünf Millimeter. An der nördlichsten Spitze von Jütland sieht man ein weiteres Phänomen: Hier stoßen deutlich sichtbar Nord- und Ostsee zusammen. Dänemark vertritt die beiden Inseln Färöer und Grönland in der Außenpolitik; diese sind jedoch autonom und gehören nicht der EU an.

Die recht homogene Bevölkerung ist eng mit Norwegern und Schweden verwandt. Dies gilt auch für ihre indogermanische Sprache. So können sich alle drei Völker gut untereinander verständigen. Übrigens hat Dänisch eine Gemeinsamkeit mit dem Deutschen: Beide Sprachen lieben Bandwurmwörter. Ein Beispiel: "langtidsplanlægge" - langfristig planen. Als Minderheitensprachen gelten Färöisch (mit Dänisch verwandt), Grönländisch (die Sprache der Inuit) und Deutsch. Wie im übrigen Skandinavien gehört in Dänemark die deutliche Mehrheit der Bevölkerung der evangelisch-lutherischen Kirche an.

Dänemark weist zwar einen leichten Geburtenüberschuss auf, doch liegt das Durchschnittsalter mit 39,1 Jahren recht hoch. Eine positive Einwanderungsrate führt voraussichtlich auch in den kommenden Jahren zu einem leichten Bevölkerungswachstum. Der Anteil der Ausländer und Einwanderer beträgt in Dänemark ca. 13 %.

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Blick in die Wirtschaft

Das ehemalige Agrar- und Fischereiland Dänemark wandelte sich bereits vor mehreren Jahrzehnten in eine Industrieregion; der Anteil der Industrieprodukte liegt seither über dem der landwirtschaftlichen Erzeugnisse. Energiekrise und Abkehr von der Atomenergie bildeten in den 70er Jahren den Ausgangspunkt für etliche technische Neuerungen. Um die Abhängigkeit von Importkohle zu verringern, setzte man auf Energiesparmaßnahmen und auf die Gewinnung alternativer Energien. Hierzu gehört bei der Weite des Landes natürlich der Wind. Windkraftanlagen haben sich so zu einem der Exportschlager entwickelt. Heute tragen Windräder 20 % zur Stromgewinnung des Landes bei. Spitzenplätze nimmt Dänemark auch bei der Kraft-Wärmekopplung und der Energieerzeugung aus Biomasse (Stroh) ein.

Die Gewinnung von Erdöl und Erdgas trägt wesentlich zum stabilen Handelsüberschuss bei. Die Fördermenge übersteigt bei weitem den heimischen Bedarf und stellt Dänemark in Westeuropa nach Norwegen und Großbritannien auf den dritten Platz der Ölproduzenten. Eine wichtige Rolle spielt nach wie vor die Landwirtschaft: Saftige grüne Wiesen und leuchtende Rapsfelder bilden etwa 65 Prozent der Fläche, Grundlage für die Fleischproduktion sowie für die Herstellung von Öl- und Milchprodukten.

Seit 2000 sind die Städte Kopenhagen und Malmö – die Øresund-Region – durch Brücke und Tunnel miteinander verbunden. Eine länderübergreifende Zusammenarbeit auf den Feldern Biotechnologie, Pharmazeutische Produkte sowie IT-Technologie dürfte zu einer weiteren Verbesserung der Wirtschaftsstruktur führen. Lebensmittel, Möbel, Kleidung und verstärkt Arzneimittel werden nach Deutschland, dem wichtigsten Handelspartner, ausgeführt.

 

Weiterführende Informationen:

Pfeil www.auswaertiges-amt.de
Das Auswärtige Amt informiert auf seinem Online-Portal unter dem Stichwort "Länderinformationen" über europäische und außereuropäische Länder. Die Themen: Politik, Wirtschaft, Kultur, Stand der bilateralen Beziehungen und Einreisebestimmungen des jeweiligen Ziellandes sowie Reise-, Sicherheits- und Gesundheitshinweise.

Pfeil http://denmark.dk
Das englischsprachige Länderportal Dänemarks wird vom dänischen Außenministerium betrieben und richtet sich mit seinen Informationen an verschiedene Zielgruppen: Personen, die in Dänemark Geschäftsbeziehungen unterhalten, eine Ausbildung beginnen, studieren, forschen, arbeiten und leben oder einfach nur ihre Ferien verbringen möchten.

Pfeil www.ec.europa.eu
Übersicht über die verschiedenen Regional- und Minderheitensprachen, die in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union gesprochen werden. Die Website bietet Informationen zur Geschichte der Region sowie der Entwicklung und Verbreitung von Regional- und Minderheitensprachen.

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Dänemark: Ansicht der Autobahnbrücke Ny Lillebæltsbro über den Kleinen Belt
 
Dänemark: Abendstimmung mit der Kopenhagener Meerjungfrau im Vordergrund
 
Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) - Info-Center der ZAV: 0228 / 713 13 13 - E-Mail: zav-auslandsvermittlung@arbeitsagentur.de