Dänemark: Land und Leute
Land & LeuteVon Dänemarks 407 Inseln sind nur 78 bewohnt. Die landschaftlichen Gegebenheiten sind vor allem für Ingenieure eine echte Herausforderung. Die vielen Brücken prägen das Bild des Königreichs, ebenso wie die Rundkirchen mit den mittelalterlichen Malereien oder die fotogenen Fischräuchereien und kleinen Hafenstädte auf Bornholm.Auf der Insel Læsø kann man noch heute beobachten, wie Dänemark nach dem Abschmelzen kilometerdicker Gletscher der letzten Eiszeit regelrecht aufatmet. Dort hebt sich das Land jedes Jahr um fünf Millimeter. Vor der Nordküste Jütlands treffen deutlich sichtbar Nord- und Ostsee zusammen. Dänemark vertritt die beiden Inseln Färöer und Grönland in der Außenpolitik; diese sind jedoch autonom und gehören nicht der EU an.
Die recht homogene Bevölkerung ist eng mit Norwegern und Schweden verwandt. Dies gilt auch für ihre indogermanische Sprache. So können sich alle drei Völker gut untereinander verständigen. Übrigens hat Dänisch eine Gemeinsamkeit mit dem Deutschen: Beide Sprachen lieben Bandwurmwörter. Ein Beispiel: „langtidsplanlægge“ – langfristig planen. Als Minderheitensprachen gelten Färöisch (mit Dänisch verwandt), Grönländisch (die Sprache der Inuit) und Deutsch. Wie im übrigen Skandinavien gehört in Dänemark die deutliche Mehrheit der Bevölkerung der evangelisch-lutherischen Kirche an. Dänemark weist zwar einen leichten Geburtenüberschuss auf, doch liegt das Durchschnittsalter mit 40,2 Jahren recht hoch. Eine höhere Einwanderungsrate führt voraussichtlich auch in den kommenden Jahren zu einem leichten Bevölkerungswachstum. Der Anteil der Ausländer und Einwanderer beträgt in Dänemark ca. 9,5 Prozent. Weitere Informationen und Kontakte zum Leben und Arbeiten in Dänemark aus Sicht ausländischer Arbeitnehmer finden Sie auch unter http://expatindenmark.com. Blick in die WirtschaftDas ehemalige Agrar- und Fischereiland Dänemark wandelte sich bereits vor mehreren Jahrzehnten in eine Industrieregion – seither liegt der Anteil der Industrieprodukte über dem der landwirtschaftlichen Erzeugnisse. Energiekrise und Abkehr von der Atomenergie führten in den 70er-Jahren zu etlichen technischen Neuerungen; um weniger abhängig von der Importkohle zu sein, setzte man auf Energiesparmaßnahmen und die Gewinnung alternativer Energien: Die Nutzung der Windkraft ist in dem flachen, weiten Land zwischen Nord- und Ostsee quasi natürlich gegeben. 20 Prozent des Stroms wird in Dänemark durch Windräder erzeugt, und die Windkraftanlagen haben sich zu einem echten Exportschlager entwickelt. Spitzenplätze nimmt Dänemark auch bei der Kraft-Wärme-Kopplung und der Energieerzeugung aus Biomasse (Stroh) ein.Einen stabilen Handelsüberschuss erwirtschaftet Dänemark durch die Erdöl- und Erdgasförderung. Die Fördermenge übersteigt bei Weitem den heimischen Bedarf: Damit ist Dänemark in Westeuropa nach Norwegen und Großbritannien auf dem dritten Platz der Ölproduzenten. Die Landwirtschaft spielt nach wie vor eine wichtige Rolle: 65 Prozent der Landfläche werden bewirtschaftet. Saftige grüne Wiesen und im Frühjahr leuchtende Rapsfelder sind die Grundlage für die Fleischproduktion sowie für die Herstellung von Öl- und Milchprodukten. Seit 2000 sind die Städte Kopenhagen und Malmö – die Øresund-Region – durch Brücke und Tunnel miteinander verbunden. Eine Zusammenarbeit zwischen Dänemark und Schweden auf den Feldern Biotechnologie, pharmazeutische Produkte sowie Informationstechnik dürfte zu einer weiteren Verbesserung der Wirtschaftsstruktur führen. Lebensmittel, Möbel, Kleidung und verstärkt Arzneimittel werden nach Deutschland, dem wichtigsten Handelspartner, ausgeführt. Weitere Informationen über Dänemark finden Sie unter www.auswaertiges-amt.de und http://ec.europa.eu. Weiterführende Informationen:
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