Schweiz: Land und Leute
Land & Leute
So vielfältig wie die Völkerstämme, die in der Schweiz auf engem Raum friedlich miteinander leben, stellt sich auch die Landschaft dar. Die Dufour-Spitze, mit 4.634 Metern höchster Punkt der Schweiz, liegt nur 70 km von Ascona entfernt. Dort, am Lago Maggiore, wachsen Palmen, Feigen und Esskastanien. In den Schweizer Alpen, die 60 Prozent der Fläche ausmachen, entspringen der Rhein, die Rhône und der Inn.
Die knapp siebeneinhalb Millionen Einwohner teilen sich in vier Sprachgruppen auf: Knapp zwei Drittel sprechen Deutsch - Hochdeutsch wird aber fast nur im Umgang mit Nichtschweizern gesprochen und beschränkt sich im Schweizer Fernsehen überwiegend auf Informationssendungen. Wenn man unter sich ist, redet man Schwyzerdütsch. 18 Prozent der Schweizer sprechen Französisch. Die Italienisch sprechenden Schweizer im Tessin stellen acht Prozent, die Rätoromanen, die in einigen Tälern Graubündens zu Hause sind, ein Prozent (sonstige Sprachgruppen: acht Prozent). Gut ein Fünftel der Bevölkerung sind Ausländer.
In den letzten Jahren ist die Bevölkerung der Schweiz leicht gewachsen - das verdanken die Schweizer in erster Linie ausländischen Staatsangehörigen. Im Jahr 2006 sind über 100.000 Personen eingewandert. Die Zahl der in der Schweiz lebenden Deutschen hat um 15.000 zugenommen. Bei einem Durchschnittsalter von 40,2 Jahren droht auch der Schweiz - ähnlich so wie Deutschland - eine Überalterung der Bevölkerung. Knapp 42 Prozent der Bevölkerung sind römisch-katholisch, ein Drittel gehört der evangelisch-reformierten Landeskirche an. Die reformierte Kirche, beruhend auf dem Gedankengut von Huldrych Zwingli und Jean Calvin, hatte ihren Ursprung in der Schweiz. Eine strenge öffentliche Moral und ein eher förmlicher Umgang miteinander prägen noch heute weite Teile der Schweizer Gesellschaft.
Allgemeine Informationen zur Schweiz gibt es im Internet unter www.MySwitzerland.com.
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Blick in die Wirtschaft
Die Schweiz ist auf technisches Know-how und den Handel angewiesen, denn sie ist ein kleines Land ohne Anbindung ans Meer, kann nur ein Zehntel ihrer Fläche landwirtschaftlich nutzen und hat wenig natürliche Ressourcen (Wasserkraft, Holz und Steinsalz). Technik und Handel machen die Stärke der Schweizer Wirtschaft aus. Die Einfuhr von Rohstoffen und Halbfabrikaten ist ebenso typisch wie die Ausfuhr von Präzisionsinstrumenten, hochwertigen Produkten der Chemischen Industrie und Juwelierwaren. Der Tourismus, das Bank- und Versicherungswesen sind die größten Erwerbsquellen im Dienstleistungssektor.
Die wichtigsten Ausfuhrgüter sind Chemikalien, vor allem pharmazeutische Produkte. Zur positiven Handelsbilanz tragen zudem Metallwaren und Uhren bei, die insbesondere nach Deutschland exportiert werden. Da Schwerindustrie weitgehend fehlt und die landwirtschaftliche Fläche kaum für die Selbstversorgung ausreicht, führt die Schweiz Maschinen, Transportmittel und landwirtschaftliche Produkte ein. Auch hier ist Deutschland wichtigster Partner. Hervorzuheben sind Basel und Zürich: Basel hat eine chemisch-pharmazeutische Industrie und Biotechnologie-Ansammlung von Weltruf, das BioValley Basel. In Basel haben sich einige internationale Transport- und Logistikunternehmen niedergelassen.
Interessante Links:
www.auswaertiges-amt.de
Das Auswärtige Amt informiert auf seinem Online-Portal unter dem Stichwort "Länderinformationen" über europäische und außereuropäische Länder. Die Themen: Politik, Wirtschaft, Kultur, Stand der bilateralen Beziehungen und Einreisebestimmungen des jeweiligen Ziellandes sowie Reise-, Sicherheits- und Gesundheitshinweise.
www.swissworld.org
Das mehrsprachige Online-Portal informiert detailliert über die Geografie, Wirtschaft, Wissenschaft, Bevölkerung, Kultur, den Staat und seine Geschichte und bietet allgemeine Informationen und weiterführende Links.
www.ec.europa.eu
Übersicht über die verschiedenen Regional- und Minderheitensprachen, die in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union gesprochen werden. Die Webseite bietet Informationen zur Geschichte der Region sowie der Entwicklung und Verbreitung von Regional- und Minderheitensprachen.
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