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Griechenland: Land und Leute

 

Land & Leute

Der Schotte Adam Smith hat der Welt erklärt, was Geschäftsleute tun, um ihren Wohlstand zu mehren. Würde der Begründer der Nationalökonomie heute, mehr als 200 Jahre später, quer durch Europa bis zu den südlichsten Ausläufern der Balkanhalbinsel reisen, würde er staunen: Kaum ein Volk entspricht seiner Beschreibung so sehr wie die modernen Griechen. Zwischen der Provinz Thrakien im äußersten Nordosten des Festlandes und den circa 3.000 Inseln im Ägäischen und lonischen Meer wimmelt es nur so von Händlern, Maklern, Kaufleuten und Agenten. Die meisten Griechen denken und handeln wie Unternehmer – und sei es im Nebenjob, weil sie im Hauptberuf als angestellte Elektriker, Lehrer, Sozialarbeiter oder Barkeeper tätig sind. Als ausgeprägte Individualisten, die sie sind, machen Griechen stets ihre eigene Wohlfahrtsrechnung auf.

Griechenland ist ein weltoffenes und gastfreundliches Land – wenn man die Eigenständigkeit seiner Bewohner akzeptiert, keine Erbsen zählt und fünf eine gerade Zahl sein lässt. In der hellenischen Variante des Laisser-faire kommt die Familie an erster, zweiter und dritter Stelle. Zumal dann, wenn es eine solche für einen Angehörigen zu beschaffen gilt. Dafür fallen jedem Griechen hundert Wege und tausend Argumente ein.

Und sie sind großzügig gegenüber Ausländern, die an die Wiege des Abendlandes strömen – gleichgültig ob für ein paar unbeschwerte Urlaubstage nach Kreta, Santorin und Korfu oder für den Rest ihres Lebens in die Großstädte auf den Peleponnes. Hunderttausende von Einwanderern aus den Nachbarländern Albanien, Bulgarien, der Türkei und der ehemaligen Republik Mazedonien haben in Griechenland eine neue Heimat gefunden. Politisch befürwortet das Land ein offenes Europa, das allen, die sich der EU anschließen wollen, den Zutritt gewährt. Auch
der Türkei.

Wer nur vorübergehend in Griechenland arbeiten möchte, muss nicht unbedingt Griechisch beherrschen: Im Norden des Landes ist die deutsche Sprache recht weit verbreitet, ansonsten kommt man in den größeren Städten mit Englisch relativ gut über die Runden. In ländlichen Regionen wird jedoch meist nur Griechisch gesprochen. Wer länger in Griechenland leben will, sollte die Sprache auf jeden Fall lernen – am besten schon von Deutschland aus. Die ZAV hilft gerne weiter und berät Interessenten über Sprachschulen in Deutschland und vor Ort in Griechenland.

Thomas Piecha, Mitarbeiter im EURES-Netzwerk, ZAV in Bonn


Die Wirtschaftsleistung verharrt nach einem Vierteljahrhundert EU-Mitgliedschaft noch immer am unteren Rand der Gemeinschaft. Die Arbeitslosigkeit ist hoch und betrifft auch die Absolventen der wenigen Universitäten und Technischen Hochschulen. Ein hoher Anteil junger Menschen verlässt Jahr für Jahr zum Studium das Land. Viele kommen nicht zurück, weil sie keinen passenden Arbeitsplatz finden.

Die einzige ökonomische Schlagader verläuft zwischen der Metropole Athen mit dem Hafen Piräus und Thessaloniki, der zweitgrößten Stadt des Landes. Ihr entlang lebt knapp die Hälfte der rund 11 Millionen Griechen, die zu über 90 Prozent der griechisch-orthodoxen Kirche angehören.

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Blick in die Wirtschaft

Die Wirtschaft besteht vor allem aus kleinen und mittelgroßen Betrieben: Nahezu 90 Prozent aller Unternehmen arbeiten mit maximal zehn Beschäftigten. In den Jahren 2005 bis 2007 wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) jeweils um 4 Prozent. Mit demselben Zuwachs rechnet die Regierung auch für 2008; die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ist jedoch pessimistischer und rechnet nur mit 3,7 Prozent. Die Inflation ist mit 3,3 Prozent hoch – schuld sind vor allem die hohen Ölpreise.

Der herausragende Wirtschaftssektor ist der Dienstleistungsbereich. Dort werden inzwischen fast drei Viertel des Bruttoinlandsproduktes erwirtschaftet, wobei Tourismus und Schifffahrt besonders wichtig sind. Zu den Wachstumsmärkten und -branchen zählen die Telekommunikationssparte und die Informationstechnologie, die Elektrizitäts-, Gas- und Wasserwirtschaft, die erneuerbaren Energien, der Bausektor (Infrastruktur), die Immobilienbranche, Finanzdienstleistungen, die Logistikbranche, die Arzneimittelbranche und die Medizintechnik.

Aktuelle Informationen zur wirtschaftlichen Entwicklung einzelner Sektoren erhalten Sie unter www.bfai.de. Weitere Informationen über Griechenland finden Sie unter www.gotohellas.gr, www.griechische-botschaft.de, www.auswaertiges-amt.de und http://ec.europa.eu.

 

Interessante Links:

Pfeil www.auswaertiges-amt.de
Das Auswärtige Amt informiert auf seinem Online-Portal unter dem Stichwort "Länderinformationen" über europäische und außereuropäische Länder. Die Themen: Politik, Wirtschaft, Kultur, Stand der bilateralen Beziehungen und Einreisebestimmungen des jeweiligen Ziellandes sowie Reise-, Sicherheits- und Gesundheitshinweise.

Pfeil www.griechische-botschaft.de
Das Online-Portal der Griechischen Botschaft in Deutschland informiert über Land, Leute, Kultur und Geschichte, gibt Hinweise zu Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen sowie zu den Lebens- und Arbeitsbedingungen in Griechenland.

Pfeil www.ec.europa.eu
Übersicht über die verschiedenen Regional- und Minderheitensprachen, die in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union gesprochen werden. Die Website bietet Informationen zur Geschichte der Region sowie zur Entwicklung und Verbreitung von Regional- und Minderheitensprachen.

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Ihre persönliche Beratung zu allen Fragen aus den Bereichen Ausbildung, Studium und Arbeit im Ausland:
Info-Center der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV)
E-Mail: zav-auslandsvermittlung@arbeitsagentur.de
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