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Berufliche Bildung

Haben Sie Lust, im Rahmen der Ausbildung Erfahrungen im Ausland zu sammeln? Dann sollten Sie sich zunächst bei Ihrem Ausbilder oder Berufsschullehrer nach Austausch- und Praktikantenprogrammen erkundigen. Auslandsaufenthalte für Auszubildende werden in der Regel von Bildungseinrichtungen organisiert und über das EU-Bildungsprogramm Leonardo da Vinci gefördert. Weitere Informationen dazu gibt es unter www.na-bibb.de > Leonardo da Vinci.

Übrigens: Mit dem Europass-Mobilitätsnachweis hat die Europäische Union ein europaweit einheitliches Dokument geschaffen, das alle im Ausland gemachten Lernerfahrungen dokumentiert. Der Europass enthält Angaben zu den Inhalten, den Zielen und der Dauer des Auslandsaufenthaltes. Er vermittelt damit einen genauen Überblick über den Umfang der internationalen Erfahrung und dokumentiert jede Art von Lernaufenthalten im Ausland. Weitere Informationen dazu unter: www.europass-info.de.

Informationen zu ausländischen Bidlungssystemen bietet auch der Deutsche Bildungsserver unter http://bildungssysteme-international.dipf.de. Das Online-Portal enthält Links zu Bildungsministerien, Bildungseinrichtungen, Fachgesellschaften, nationalen und internationalen Organisationen sowie zu Datenbanken mit Informationen zu über 230 Ländern und Regionen.

Wenn Sie eine berufliche Erstausbildung komplett im Ausland absolvieren möchten, benötigen Sie umfassende Informationen über das jeweilige Ausbildungssystem: Welche Ausbildungswege gibt es, wie ist der Stellenwert und das Niveau der Ausbildung, und wie wird die Ausbildung in Deutschland anerkannt? Die folgenden Angaben bieten nur einen ersten Überblick. Weiterführende Informationen finden Sie bei den genannten Stellen.

 

Überblick

In Dänemark gibt es rund 100 verschiedene Berufsausbildungen (erhvervsuddannelser) in zwölf Fächergruppen. Die Ausbildung dauert je nach Fachrichtung zwei bis fünf Jahre.

Die Berufsschulen (erhvervsskoler) sind vier Gruppen zugeordnet:
  • Technische Schulen (tekniske skoler): Handwerk und Industrie sowie Handwerksdienstleistungen
  • Handelsschulen (handelsskoler): Handel und Verwaltung
  • Landwirtschaftsschulen (landbrugsskoler): Landwirtschaft
  • Sozial- und Gesundheitsschulen (social- og sundhedsskoler): öffentliche Sozial- und Gesundheitsvorsorge


Die Auszubildenden lernen ein Drittel der Zeit in der Berufsschule, zwei Drittel der Zeit in einem oder mehreren verschiedenen Betrieben. Wenn kein betrieblicher Ausbildungsplatz vorhanden ist, kann man die Praxisphase stattdessen in bestimmten Fällen an der Berufsschule absolvieren. Es gibt auch einige rein schulische Berufsausbildungen.

Manche Ausbildungen sind in Stufen aufgebaut. Ein Beispiel aus dem Gesundheitswesen: In 19 Monaten Theorie und Praxis kann man sich zum/zur Sozial- und Gesundheitshelfer/in ausbilden lassen (social- og sundhedshjælper). Darauf baut die 20-monatige Ausbildung zum Sozial- und Gesundheitsassistent auf (social- og sundhedsassistent).

Andere Formen der beruflichen Bildung unterstützen Jugendliche, die auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt sind oder Schwierigkeiten haben, sich den „normalen“ Bildungsprogrammen anzupassen (maßgeschneiderte Angebote, individuelle forløb). Zwei Beispiele: Wer unter 25 ist und keinen Ausbildungsplatz (mehr) hat, kann an einer Fertigungsschule (produktionsskole) bis zu einem Jahr lang praktische Kurse machen, kombiniert mit Theorieunterricht und Praktika. Wer unter 30 ist und keinen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz findet, kann mit Hilfe lokaler Beratungseinrichtungen (Ungdommens Uddannelsesvejledning - UU), eine etwa anderthalb Jahre dauernde praxisorientierte Berufsgrundausbildung (erhvervsgrunduddannelse) absolvieren. Die Inhalte werden auf seine Bedürfnisse und die Verhältnisse am Wohnort zugeschnitten.

Wer auf Hochschulniveau eine berufliche Bildung erwerben möchte, kann an einer Berufsakademie (erhvervsakademi) studieren. Diese Einrichtungen bieten Studiengänge an, die Theorie und Praxis miteinander verbinden und meist zwei Jahre dauern. Danach kann man an einer beruflichen Hochschule (professionshøjskole) einen berufsbezogenen Bachelor (professionsbachelor) machen. Diese Aufbaustudiengänge dauern in der Regel dreieinhalb Jahre, einschlägige Vorkenntnisse von der Berufsakademie können angerechnet werden.

Aufbau der Berufsausbildung
Die Berufsausbildung besteht aus einem Grundkurs und einem Hauptkurs. Der Grundkurs (grundforløb) ist eine theoretische Einführung an der Berufsschule und dauert meist 20 Wochen. Der Ausbildungsverlauf, der mit dieser theoretischen Einführung beginnt, heißt schulischer Zugang (skoleadgangsvej). Manche Schulen bieten auch längere Grundkurse mit Vertiefungsfächern an. Bei kaufmännischen Berufen dauert der Grundkurs zwei Jahre.

Wer will, kann schon vor dem Grundkurs das erste Betriebspraktikum absolvieren (betrieblicher Zugangsweg, praktikadgangsvej). Dadurch ist es auch möglich, die Berufsausbildung jederzeit im Laufe des Jahres zu beginnen.

Eine Alternative zum schulischen Grundkurs ist die „neue Meisterlehre“ (ny mesterlære). Hier erwirbt man die theoretischen Grundkenntnisse im Unternehmen und in kurzen Schulphasen während des ersten Jahres.

Egal, auf welchem Weg man die Ausbildung begonnen hat: Im Hauptkurs (hovedforløb) wechselt man dann zwischen Praxisphasen und Berufsschulunterricht.

Ausbildungsverträge
Die Auszubildenden unterzeichnen spätestens zu Beginn des Hauptkurses einen Vertrag mit ihrem Arbeitgeber und erhalten dann bis zur Abschlussprüfung der Ausbildung eine Vergütung. Die komplette Ausbildung ist für den Lehrling kostenlos.

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Zugang und Beratung

In der Regel muss man die 9. Schulklasse abgeschlossen haben, um eine Berufsausbildung beginnen zu können. Die Schulabschlusszeugnisse spielen dabei keine Rolle. Spätestens zu Beginn des Hauptkurses braucht man einen Ausbildungsplatz für die Betriebspraktika. Teils vermitteln auch die Berufsschulen Betriebspraktika oder stellen ersatzweise einen Praktikumsplatz an der Schule zur Verfügung.

Beratung
Wer vor der Entscheidung steht, welchen Bildungsweg er einschlagen möchte, kann sich bei einer unabhängigen Beratungsstelle Hilfe holen:
  • Beratungszentren für die Jugendbildung (UU-centre - Ungdommens Uddannelsesvejledning) in vielen Städten für alle unter 25, die sich für ein Gymnasium, eine Berufsausbildung oder einen anderen Weg entscheiden wollen;
  • landesweit sieben Beratungszentren für die Studienwahl (Studievalg-centre) zur Information vor einem Hochschulstudium.


Die Zentren sind verpflichtet, Kontakt mit den Jugendlichen unter 19 Jahren aufzunehmen, die sich außerhalb des Bildungssystems oder des Arbeitsmarktes befinden. Die Berufsberater besprechen mit jedem einzelnen Jugendlichen verschiedene Möglichkeiten und Programme, die ihm helfen können, den Weg zurück zur Schule, zur beruflichen Bildung oder zur Beschäftigung zu finden. Die Beratungszentren arbeiten eng mit Schulen, örtlichen Betrieben, der Arbeitsverwaltung und anderen Institutionen zusammen.

Rechtsgrundlage, Förderung und Finanzierung
Die Berufsschulen und Akademien sind selbstverwaltete Institutionen, die vom Staat finanziert werden. Die Höhe der staatlichen Unterstützung hängt von der Zahl der eingeschriebenen Schüler ab.

Die Ausbildungschancen sind im Rahmen des Bildungsgesetzes festgelegt.

Auszubildende bekommen eine Vergütung, sobald ihr Ausbildungsvertrag mit einem Betrieb beginnt (auch für die Phasen der Berufsschule, die der Vertrag umfasst). Weitere finanzielle Hilfen für Auszubildende regelt die Regierungsagentur für Bildungsdarlehen (Styrelsen for Statens Uddannelsesstøtte – SU).

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Qualifikationen

Zeugnisse nach dem Grundkurs
Beim Abschluss des Grundkurses erhält der Auszubildende ein Zeugnis, das bescheinigt, dass er den Kurs vollendet hat. Es listet die Fächer und abgeschlossenen Niveaus auf. Das Zeugnis zeichnet auch die Hauptkurse auf, für deren Fortsetzung der Auszubildende qualifiziert ist.

Zeugnisse im Hauptkurs
Wenn die praktische Ausbildungszeit im Betrieb abgeschlossen ist, stellt der Ausbildungsbetrieb ein Abschluss-Praktikumszeugnis aus. Es enthält den Namen des Betriebes, die Ausbildungszeiten und die Bezeichnung des Ausbildungsganges, gegebenenfalls auch der fachlichen Spezialisierung.

Der Hauptkurs der Berufsausbildung schließt mit einer beruflichen Prüfung ab, zum Beispiel der Gesellenprüfung (svendeprøve). Die Prüfung kann während der letzten Schulphase oder im Betrieb stattfinden.

Die zuständige Kommission für den Beruf stellt ein Zeugnis über den erfolgreichen Abschluss der Ausbildung aus. Über den schulischen Teil der Ausbildung stellt die Berufsschule ein Zertifikat aus.

Mit dem Abschluss einer Berufsausbildung erhalten Sie auch Zugang zu weiterführenden Ausbildungen, die das Abitur voraussetzen.

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Weiterführende Links zur Beruflichen Bildung in Dänemark

 

Berufliche Bildung:

Pfeil www.uvm.dk
Das zweisprachige Online-Portal stellt neben ausführlichen allgemeinen Informationen über das dänische Bildungssystem auch Informationen über Sprachtraining und Beurteilung ausländischer Berufs- und Bildungsabschlüsse zur Verfügung.

Pfeil www.ug.dk
Umfassendes Informations- und Beratungsportal über alle Programme der beruflichen Aus- und Weiterbildung (auch verfügbar in englischer Sprache).

Pfeil www.emu.dk
Informationsportal rund um die Bildung in Dänemark

Pfeil www.eurybase.eu
Informationsdatenbank für die Bildungssysteme in Europa (verfügbar auch in englischer, deutscher und französischer Sprache)

Pfeil www.cedefop.europa.eu
Quelle der Europäischen Union zu Fragen der Berufsausbildung, Mobilität, Finanzierung

Zugang und Beratung:

Pfeil www.uvm.dk
Das zweisprachige Online-Portal stellt neben ausführlichen allgemeinen Informationen über das dänische Bildungssystem auch Informationen über Sprachtraining und Beurteilung ausländischer Berufs- und Bildungsabschlüsse zur Verfügung.

Pfeil https://job.jobnet.dk
Das Online-Portal der dänischen Arbeitsverwaltung bietet verschiedene Suchfunktionen und eine Jobdatenbank für das In- und Ausland. Darüber hinaus gibt es hier eine Fülle von Informationen über Jobsuche und Bewerbung sowie Linksammlungen, in denen privaten Jobbörse.

Pfeil www.praktikpladsen.dk
Umfassendes Informations- und Beratungsportal zur Ausbildungsplatzbörse des Bildungsministeriums im Internet.

Pfeil www.ug.dk
Umfassendes Informations- und Beratungsportal über alle Programme der beruflichen Aus- und Weiterbildung (auch verfügbar in englischer Sprache).

Rechtsgrundlage:

Pfeil www.uvm.dk
Das zweisprachige Online-Portal stellt neben ausführlichen allgemeinen Informationen über das dänische Bildungssystem auch Informationen über Sprachtraining und Beurteilung ausländischer Berufs- und Bildungsabschlüsse zur Verfügung.

Pfeil www.su.dk
Umfassendes Informationsportal über Stipendien und Bildungsdarlehen in Dänemark (auch verfügbar in englischer Sprache).

Qualifikationen:

Pfeil www.uvm.dk
Das zweisprachige Online-Portal stellt neben ausführlichen allgemeinen Informationen über das dänische Bildungssystem auch Informationen über Sprachtraining und Beurteilung ausländischer Berufs- und Bildungsabschlüsse zur Verfügung.

Pfeil www.ug.dk
Umfassendes Informations- und Beratungsportal über alle Programme der beruflichen Aus- und Weiterbildung (auch verfügbar in englischer Sprache).

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Euroguidance Logo
 
Gruppenbild: ein lächelnder älterer Mann im Anzug umgeben von vier jungen Leuten
 
Holzfacharbeiter im Blaumann an der Schleifmaschine.
 
Ihre persönliche Beratung zu allen Fragen aus den Bereichen Ausbildung, Studium und Arbeit im Ausland:
Info-Center der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV)
E-Mail: zav-auslandsvermittlung@arbeitsagentur.de
Telefon: +49 (0) 228-713 13 13