Berufliche Bildung
Haben Sie Lust, im Rahmen der Ausbildung Erfahrungen im Ausland zu sammeln? Dann sollten Sie sich zunächst bei Ihrem Ausbilder oder Berufsschullehrer nach Austausch- und Praktikantenprogrammen erkundigen. Auslandsaufenthalte für Auszubildende werden in der Regel von Bildungseinrichtungen organisiert und über das EU-Bildungsprogramm Leonardo da Vinci gefördert. Weitere Informationen dazu gibt es unter www.na-bibb.de > Leonardo da Vinci.
ÜberblickAuch die berufliche Bildung ist Bestandteil des Bildungssystems. 2006 ist ein neues Gesetz über die berufliche und technische Ausbildung in Kraft getreten. Sie umfasst:Berufliche und technische Sekundarbildung Für die Planung, Programmaufstellung und Durchführung der beruflichen und technischen Bildung sind Arbeitgeber, Gewerkschaften und der Staat zuständig. Auf regionaler und lokaler Ebene wirken verschiedene Institute und Behörden mit.
Postsekundare Berufsbildung Die postsekundare Berufsbildung wird von den höheren Fachschulen und beruflichen Akademien (višje strokovne šole) durchgeführt und ist im Gesetz über die höheren Fachschulen gesetzlich geregelt. Die Programme der Schulen müssen vom Bildungsministerium genehmigt werden. Sie orientieren sich dabei an den Empfehlungen des Expertenrats der Republik Slowenien für die berufliche und technische Bildung (Strokovni svet Republike Slovenije za poklicno in strokovno izobraževanje). Die höheren Fachschulen und Akademien bieten praxisbezogene Programme an. Rechtsgrundlage, Förderung und FinanzierungDie berufliche und technische Sekundarbildung sowie die postsekundare Berufsbildung bereiten Schüler und Auszubildende auf einen Beruf und den Zugang zum Arbeitsmarkt vor. Neue Regelungen ermöglichen den höheren Fachschulen und Berufsakademien eine gemeinsame Qualitätssicherung.Berufliche und technische Sekundarbildung Die beruflichen Kurzbildungsprogramme werden von Berufsschulen (poklicne šole) und Schulzentren (šolski centri) organisiert. Sie führen diese Programme ebenso wie die berufliche und technische Sekundarbildung in getrennten Fachbereichen durch. Sekundare Berufsbildungsprogramme: Die berufliche Sekundarbildung findet in Form von schulischer Bildung (celoletna šolska organizacija) oder im dualen System statt, bei dem die praktische Bildung im Betrieb auf der Grundlage eines Ausbildungsvertrages durchgeführt wird. Die technische Sekundarbildung erfolgt in technischen Sekundarschulen (srednje tehniške šole srednje strokovne šole) oder in Schulzentren, die Kurzbildungsprogramme und berufliche sowie technische Sekundarbildung anbieten. Postsekundare berufliche Bildung Die Programme werden von den höheren Fachschulen und beruflichen Akademien (višje strokovne šole) organisiert. Sie sind entweder Einzelinstitutionen oder Niederlassungen von größeren Bildungsinstitutionen. Förderung und Finanzierung Die Durchführung von staatlich genehmigten Bildungsprogrammen in öffentlichen Schulen und in Konzessionsschulen wird mit öffentlichen Mitteln finanziert. Das Gesetz erlaubt nur in Ausnahmefällen die Erhebung von Gebühren. Das Stipendiensystem Stipendien sind im Stipendiengesetz (Zakon o štipendiranju) festgelegt und wie folgt eingeteilt:
EU-Bürger und Angehörige von Staaten, mit denen Slowenien ein entsprechendes bilaterales Abkommen abgeschlossen hat, können ebenfalls gefördert werden. Mit Beginn des Schuljahres 2008/2009 wurde die Zuständigkeit für staatliche Stipendien für Auszubildende und die Sekundarbildung auf die Zentren für soziale Angelegenheiten (Centre za socialno delo) übertragen. Ende 2006 wurde ein öffentlicher Fonds zur Entwicklung von Fachkräften und Stipendien (Javni sklad za razvoj kadrov in štipendije) gegründet, der für die Vergabe der Zois- und Betriebsstipendien, die nicht direkt von den Unternehmen vergeben werden, zuständig ist. QualifikationenBerufliche und technische SekundarbildungDie beruflichen Kurzbildungsprogramme führen zum Abschluss „Assistent" oder „Gehilfe“ einer bestimmten Berufsgruppe, zum Beispiel „Damenschneider-Assistent". Erfolgreiche Absolventen erhalten ein Zertifikat der Abschlussprüfung (spričevalo o zaključnem izpitu). Sekundare Berufsbildungsprogramme: Schüler, die erfolgreich drei Jahre an einer beruflichen Sekundarschule absolviert haben, erhalten das Zertifikat der Abschlussprüfung. Es ermöglicht den Zugang zum Arbeitsmarkt oder die Fortsetzung der Ausbildung in den zweijährigen beruflich-technischen Programmen, die als eine höhere Stufe der beruflichen Bildung entwickelt worden sind. Die technische Sekundarbildung ist hauptsächlich auf die Vorbereitung auf die beruflichen und fachlichen Akademien ausgerichtet. Gleichzeitig führt sie jedoch auch zu einer Qualifikation für Tätigkeiten mit umfassenden Profilen. Die technischen Sekundarbildungsprogramme dauern vier Jahre und enden mit der polytechnischen Reifeprüfung (poklicna matura). Berufliche Kurse: Am Ende ihrer Ausbildung müssen die Schülerinnen und Schüler die polytechnische Reifeprüfung ablegen. Wenn sie bereits die allgemeine Reifeprüfung besitzen, werden die dort abgelegten Prüfungen in Slowenisch, Mathematik und einer Fremdsprache anerkannt. Nur die Prüfung in dem obligatorischen Wahlfach des Fachgebietes und der praktische Teil mit einer Seminararbeit oder einem Produkt oder einer Dienstleistung müssen abgelegt werden. Postsekundare Berufsbildung Nach Studienabschluss erhalten die Schülerinnen und Schüler ein Diplom, das ihre Studien genau beschreibt, und ein Zeugnis der beruflichen Qualifikation (naziv poklicne izobrazbe). Zugang und BeratungBerufliche und technische SekundarbildungDie beruflichen Kurzbildungsprogramme werden von Berufsschulen (poklicne šole) und Schulzentren (šolski centri) organisiert. Sie führen die Programme sowie berufliche und technische Sekundarbildung in einzelnen Zweigen oder Fachbereichen durch. Jeder, der erfolgreich die Grundschulbildung (osnovna šola) oder mindestens 7 Klassen der Grundschulbildung abgeschlossen hat, kann sich anmelden. Auch die Aufnahme von Schülern, die die Sonderschule abgeschlossen haben, ist möglich. Sekundare Berufsbildungsprogramme: Jeder, der die Grundschulbildung oder ein Kurzberufsbildungsprogramm abgeschlossen hat, kann sich für die sekundaren Berufsbildungsprogramme anmelden. In manchen Bildungsprogrammen werden vorab körperliche und geistige Fähigkeiten getestet. Technische Sekundarbildung: Wer die Grundschul- oder die berufliche Sekundarbildung erfolgreich abgeschlossen hat, kann sich für die technische Sekundarbildung anmelden. Manche Programme testen im Vorfeld geistige und körperliche Voraussetzungen. Berufliche Kurse: Schüler, die vier Jahre der allgemeinen höheren Sekundarbildung (gimnazija) abgeschlossen haben (auch wenn sie die externe Abschlussprüfung nicht bestanden haben), können an beruflichen Kursen (poklicni tečaj), die aus technischer Sekundarbildung von höchstens einem Jahr bestehen, teilnehmen. Postsekundare Berufsbildung Die Kriterien für die Aufnahme an eine höhere Fachschule oder eine berufliche Akademie (višje strokovne šole) sind:
Bei der Anmeldung sind Termine einzuhalten, die bei den einzelnen Schulen zu erfragen sind. Guidance Der Beratungsdienst (Svetovalna služba) bietet Bildungs- und Berufsberatung für Kinder, Schüler, Studenten, Lehrer und Eltern in vorschulischen Einrichtungen und in Grund- und Sekundarschulen an. Er arbeitet mit Vorschullehrern und Lehrern zusammen. Reformen Nach dem Vorbild des dualen Systems wurden die meisten beruflichen Berufsbildungsprogramme europäischen Standards und der Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt angepasst. Die berufliche Ausbildung umfasst mindestens 24 Ausbildungswochen innerhalb von drei Jahren in einem Betrieb. Weiterführende Informationen zur Beruflichen Bildung in SlowenienBerufliche Bildung:
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