Schweiz: Land und Leute
Land & Leute
So vielfältig wie die Volksgruppen, die in der Schweiz auf engem Raum friedlich miteinander leben, stellt sich auch die Landschaft dar. Die Dufour-Spitze, mit 4.634 Metern höchster Punkt der Schweiz, liegt nur 70 Kilometer von Ascona entfernt. Dort, am Lago Maggiore, wachsen Palmen, Feigen und Esskastanien. In den Schweizer Alpen, die 60 Prozent der Fläche ausmachen, entspringen der Rhein, die Rhône und der Inn. Die knapp siebeneinhalb Millionen Einwohner teilen sich in vier Sprachgruppen auf: Knapp zwei Drittel sprechen Deutsch – Hochdeutsch wird aber fast nur im Umgang mit Nichtschweizern genutzt und beschränkt sich im Schweizer Fernsehen überwiegend auf Informationssendungen. Wenn man unter sich ist, redet man Schwyzerdütsch. Ein knappes Fünftel der Schweizer sprechen Französisch. Die italienischsprachigen Schweizer im Tessin stellen rund acht Prozent, die Rätoromanen,
die in einigen Tälern Graubündens zu Hause sind, ein Prozent (sonstige Sprachgruppen: acht Prozent). Gut ein Fünftel der Bevölkerung sind Ausländer.
Knapp 42 Prozent der Bevölkerung sind römisch-katholisch, ein gutes Drittel gehört der evangelisch-reformierten Landeskirche an. Die reformierte Kirche, beruhend auf dem Gedankengut von Huldrych Zwingli und Jean Calvin, hatte ihren Ursprung in der Schweiz. Eine strenge öffentliche Moral und ein eher förmlicher Umgang miteinander prägen noch heute weite Teile der Schweizer Gesellschaft. Allgemeine Informationen zur Schweiz gibt es im Internet unter www.swissworld.org.
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Blick in die Wirtschaft
Das Land kann nur ein Zehntel seiner Fläche landwirtschaftlich nutzen und hat wenig natürliche Ressourcen (Wasserkraft, Holz und Steinsalz). Technik und Handel sind die Stärken der Schweizer Wirtschaft. Rohstoffe und Halbfabrikate werden eingeführt; Präzisionsinstrumente, hochwertige Produkte der chemischen Industrie und Juwelierwaren werden exportiert. Der Tourismus sowie das Bank- und Versicherungswesen sind die größten Erwerbsquellen im Dienstleistungssektor.
„Eigentlich wollte ich nie in die Schweiz. Für den Ski- und Wanderurlaub war sie tipptopp, aber dort zu leben, konnte ich mir zunächst nicht vorstellen. Nachdem ich aber ein Jahr lang für ein Projekt an IBM Schweiz ausgeliehen wurde, kam ich auf den Geschmack der Schweizer ,Schoki‘, Berge und Kultur. Im September 2006 wechselte ich vollständig in die Schweiz. Das Bankenprojekt hier ist so spannend, groß und komplex, dass die Arbeit sehr viel Spaß macht. Ich bin jetzt in verantwortungsvolle Aufgaben eingebunden, kann meine Fähigkeiten voll einsetzen und genieße meine Karrieremöglichkeiten.“
Tim Scheffmann, Senior Consultant bei IBM in Zürich
Die wichtigsten Ausfuhrgüter sind Chemikalien, vor allem pharmazeutische Produkte. Zur positiven Handelsbilanz tragen zudem Metallwaren und Uhren bei, die insbesondere nach Deutschland exportiert werden. Da Schwerindustrie weitgehend fehlt und die landwirtschaftliche Fläche kaum für die Selbstversorgung ausreicht, führt die Schweiz Maschinen, Transportmittel und landwirtschaftliche Produkte ein. Auch hier ist Deutschland wichtigster Partner. Hervorzuheben ist unter anderem Basel: Dort befindet sich eine chemisch-pharmazeutische Industrie und Biotechnologie-Ansammlung von Weltruf, das BioValley Basel. Außerdem haben dort am Rhein einige internationale Transport- und Logistikunternehmen sowie das Schweizerische Seeschifffahrtsamt ihren Sitz: Obwohl die Schweiz keinen Meerzugang hat, verfügt sie doch über eine Hochseeflotte.
Weitere Informationen über die schweizerische Wirtschaft finden Sie unter www.auswaertiges-amt.de, http://ec.europa.eu und unter www.swissworld.org.
Interessante Links:
www.auswaertiges-amt.de
Das Auswärtige Amt informiert auf seinem Online-Portal unter dem Stichwort "Länderinformationen" über europäische und außereuropäische Länder. Die Themen: Politik, Wirtschaft, Kultur, Stand der bilateralen Beziehungen und Einreisebestimmungen des jeweiligen Ziellandes sowie Reise-, Sicherheits- und Gesundheitshinweise.
www.swissworld.org
Das mehrsprachige Online-Portal informiert detailliert über die Geografie, Wirtschaft, Wissenschaft, Bevölkerung, Kultur, den Staat und seine Geschichte und bietet allgemeine Informationen und weiterführende Links.
www.ec.europa.eu
Übersicht über die verschiedenen Regional- und Minderheitensprachen, die in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union gesprochen werden. Die Webseite bietet Informationen zur Geschichte der Region sowie der Entwicklung und Verbreitung von Regional- und Minderheitensprachen.
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