BildungssystemDas slowenische Bildungssystem ist in den vergangenen Jahren vollständig und umfassend modernisiert worden. Es beruht auf dem „Weißbuch zur Erziehung und Ausbildung“. Dieses hat den politischen Rahmen und die übergreifenden Prinzipien, die die Grundlage der Erneuerung bilden, festgesetzt: (1) Zugänglichkeit und Transparenz des Bildungssystems, (2) rechtliche Neutralität, (3) Wahlmöglichkeiten auf allen Ebenen, (4) Demokratie, Autonomie und Chancengleichheit und (5) Lernqualität, die über die reine Ansammlung von Wissen hinausgeht.
Eine Reihe von Gesetzen und Verordnungen regeln die Organisation und Finanzierung des Bildungssystems. Kinder bedürfen laut Weißbuch besonderer Förderung.
Darüber hinaus gehören zum Bildungssystem die Erwachsenenbildung, der Sonderschulbereich und spezifische Angebote für ethnische Minderheiten, zum Beispiel für Roma oder in manchen Regionen die italienischstämmige Bevölkerung. Zuständigkeit Nationale, regionale und lokale Behörden und Schulen teilen sich die Aufgaben der Verwaltung. Maßgeblich beteiligt ist das Ministerium für Bildung und Sport (Ministrstvo za šolstvo in šport), das für die Umsetzung und Aufsicht der Vorschulen, Grundschulen, Musikschulen, sekundaren Schulen und die Erwachsenenbildung zuständig ist. Das Hochschulwesen ist beim Ministerium für Hochschulbildung, Wissenschaft und Technologie (Ministrstvo za visoko šolstvo, znanost in tehnologijo) angesiedelt. Reformen im Bildungswesen Nicht nur das Hochschulwesen wurde seit Unterzeichnung des Bologna-Abkommens 1999 kontinuierlich reformiert, sondern auch das Grundschulwesen: So wurde 2006 das 10. Schuljahr an Grundschulen abgeschafft. Stattdessen sind seit 2008/2009 neun Schuljahre für alle verbindlich. Ab Klasse 7 wird derzeit eine zweite Pflichtfremdsprache an einzelnen Modellschulen unterrichtet. Ab 2011/2012 soll die Neuerung im ganzen Land gelten. Mindestens zwei Wahlpflichtfächer sind für alle Schüler der dritten Triade (Klassen 7 bis 9) vorgeschrieben. Die Grundschulbildung schließt mit einer externen Abschlussprüfung am Ende der Klasse 9. Das Bologna-System mit Bachelor- und Masterabschluss wird schrittweise eingeführt. Im Studienjahr 2008/2009 war noch die Immatrikulation für den herkömmlichen Magister möglich, der nach zwei Jahren zum Titel „magister/trica znanosti“ (Magister der Wissenschaften) führt. Er ist als Aufbaustudium vorgesehen und ist Voraussetzung für den Titel „doktor znanosti“, für den zwei weitere Jahre erforderlich sind. Weiterführende Links:
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