Studieren in Malta

 

Hochschullandschaft

Da Malta nur gut 410.000 Einwohner zählt, reicht der Insel eine Universität aus:

Die L-Università Ta’ Malta/University of Malta (www.um.edu.mt) bietet an ihren zehn Fakultäten und Instituten ein großes Fächerspektrum an. Die Bachelorstudiengänge dauern in der Regel drei bis vier Jahre. Ausnahme: Wer einen Bachelor in Medizin, Zahnmedizin, Ingenieurwissenschaften oder Architektur absolvieren will, braucht dafür fünf Jahre. Das Institute of Health Care ist der Universität angeschlossen und bildet Mediziner, Zahnmediziner und Pharmazeuten aus. In Kooperation mit dem College for Restoration bietet die Universität zudem Bachelor- und Masterstudiengänge zu Restauration und Denkmalschutz an. Maltas Universität ist in zahlreiche internationale Austauschprogramme eingebunden. Daher kommt ein großer Teil der knapp 10.000 Studierenden aus dem Ausland.
Universität
Das Fächerspektrum der zehn Fakultäten und Institute der "University of Malta" ist groß (www.um.edu.mt). Gängig sind drei- bis vierjährige Bachelorstudiengänge. Wer einen Bachelor in Medizin, Zahnmedizin, Ingenieurwissenschaften oder Architektur erwerben will, braucht dafür fünf Jahre. Das der Universität angeschlossene Institute of Health Care bildet Mediziner, Zahnmediziner und Apotheker aus. In Kooperation mit dem College for Restoration bietet die Universität zudem Bachelor- und Masterstudiengänge rund um Restauration und Denkmalschutz an.

Maltas einzige Universität, die Mitglied der "Association of Commonwealth" ist und die die Bologna-Resolution für einen gemeinsamen europäischen Hochschulraum unterschrieben hat, ist in zahlreiche internationale Austauschprogramme eingebunden. Das spiegelt sich nicht zuletzt in der Zahl der ausländischen Studierenden wider. Rund ein Zehntel der insgesamt 7.000 immatrikulierten Studierenden kommt aus dem Ausland.

Ausführliche Informationen rund ums Studium in Malta finden Sie unter www.daad.de und www.eurydice.org.

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Informationen zum Studium

Das akademische Jahr ist in zwei Semester eingeteilt. Die Termine können von Jahr zu Jahr variieren (www.um.edu.mt). Grundsätzlich startet das Wintersemester Ende September/Anfang Oktober und dauert bis Ende Januar/Anfang Februar. Das Sommersemester beginnt meistens Ende Januar/Anfang Februar und läuft bis Ende Juni/Anfang Juli. Danach folgt die Sommerpause bis etwa Ende September. In dieser Zeit werden auch Wiederholungsprüfungen durchgeführt. Interessenten aus dem Ausland können sich jeweils Ende August für ein Studium bewerben. Internationalität wird an der University of Malta großgeschrieben. Jeder zehnte Studierende kommt aus dem Ausland, und die Studiengänge sind bereits auf Bachelor und Master umgestellt.

Malta verfügt über eine zweistufige Bachelor-/Masterstruktur, wie sie die Bologna-Resolution zur Schaffung eines einheitlichen Hochschulraums für alle EU-Mitgliedstaaten bis zum Jahr 2010 vorsieht. Das Studium gliedert sich in zwei Studienabschnitte: Undergraduate und Postgraduate. Die Studiendauer wird nach dem ECTS (European Credit Transfer System) bemessen. Ein Studienjahr entspricht 60 Punkten. Ein Undergraduate- Studium führt nach zwei Jahren zum "Diploma" (60 bis 120 Punkte) und nach drei Jahren zum ersten akademischen Abschluss Bachelor (180 Punkte). Die Mehrheit der Studierenden verlässt die Universität mit diesem berufsqualifizierenden Abschluss.

Das Postgraduate-Studium ist wissenschaftlich ausgerichtet und spezialisiert. Der populärste Postgraduate-Abschluss ist der Master-Titel. Er kann nach ein bis zwei weiteren Studienjahren erworben werden. Die maltesischen Masterprogramme haben international den Ruf, besonders interdisziplinär ausgerichtet zu sein.

Alternative postgraduale Studienabschlüsse sind das "Postgraduate Certificate" und das "Postgraduate Diploma". Für ihren Erwerb wird in der Regel ein halbes Jahr postgraduales Studium vorausgesetzt. Neben diesen Abschlüssen gibt es in spezialisierten Bereichen Zertifikatskurse von unterschiedlicher Dauer.

Das Promotionsstudium dauert vier bis fünf Jahre. Es setzt den Masterabschluss voraus. Für den Erwerb des Doktortitels ist eine "Thesis" (vergleichbar mit der Dissertation) zu verfassen.

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Studiengebühren

Für Malteser ist das Studium kostenlos. Wer ein Vollzeitstudium mit einem Universitätsabschluss anstrebt, erhält sogar ein staatliches Stipendium. Ausländische Studierende (Austauschstudenten meist ausgenommen) müssen Studiengebühren entrichten. Die Höhe ist abhängig vom Studiengang. Eine aktuelle Gebührentabelle erhalten Sie auf der Homepage der University of Malta unter www.um.edu.mt. Wer sich direkt an der University of Malta bewirbt, kann versuchen, eines der für Ausländer reservierten Stipendien zu erhalten.

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Zulassung und Bewerbung

Voraussetzung für ein Studium an der University of Malta ist das "University Matriculation Certificate" und das "Secondary Education Certificate" oder ein Äquivalent. Die deutsche allgemeine Hochschulreife wird als Zugangsvoraussetzung für ein Undergraduate-Studium an der University of Malta akzeptiert.

Für das Postgraduate-Studium, das zum Abschluss Master führt, muss ein erster Studienabschluss nachgewiesen werden. In einigen Fällen wird auch eine sehr gute Zwischenprüfung oder ein Vordiplom als Zulassungsvoraussetzung anerkannt.

Absolventen eines deutschen Hochschulstudiums können auf Malta postgraduale Zertifikats- oder Diplomkurse belegen. Im Gegensatz zu den längeren Masterprogrammen sind diese Kurse stärker berufsorientiert und weniger arbeitsaufwändig.

Unterrichtssprache ist Englisch. Welcher Sprachnachweis zu erbringen ist und welche Zulassungsbeschränkungen bestehen, sollten Studieninteressierte direkt beim Akademischen Auslandsamt der University of Malta erfragen (www.um.edu.mt). Auf der Homepagekann man auch Bewerbungsformulare herunterladen.

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Finanzierung

Deutsche, die ihr Studium ganz oder teilweise im Ausland absolvieren möchten, können nach dem neuen Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) leichter gefördert werden. Unter www.das-neue-bafoeg.de erfahren Sie mehr darüber. Auf der Internetseite finden Sie auch ein nach Ländern gegliedertes Verzeichnis der Ämter für Ausbildungsförderung.

Das europäische Bildungsprogramm Erasmus fördert Studienaufenthalte im europäischen Ausland. Im Rahmen dieses Bildungsprogramms können Studierende für die Dauer von drei Monaten bis zu einem vollen Studienjahr im Ausland verbringen. Das Stipendium ist eine weitere Möglichkeit zur Finanzierung eines Auslandsstudiums. Hier ist der DAAD die erste Adresse (http://eu.daad.de).

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Teil- oder Vollstudium?

Wenn Sie ein oder zwei Semester im Ausland studieren möchten, sollten Sie dies erst nach dem Grundstudium tun. Für die Zeit des Auslandsstudiums lassen Sie sich am besten beurlauben. Es besteht zwar auch die Möglichkeit der Exmatrikulation für diesen Zeitraum, doch ist dies nicht ratsam, weil Sie dadurch möglicherweise Ihren Studienplatz gefährden. Auch die Zugehörigkeit zur Krankenversicherung könnte verloren gehen.

In jedem Fall empfiehlt es sich, vorab beim Studentensekretariat und bei der Krankenversicherung genaue Informationen einzuholen. Das Akademische Auslandsamt Ihrer Heimatuniversität hilft bei allen Fragen zum Auslandsstudium. Die Adressliste aller Auslandsämter finden Sie unter www.hochschulkompass.de. Unter http://eu-community.daad.de informiert der DAAD über den Studienalltag und die kulturellen Besonderheiten in den europäischen Ländern. Dort finden Sie auch Berichte von Studierenden über ihre Erfahrungen im Ausland.

Ein Vollstudium im Ausland ist nur dann empfehlenswert, wenn Sie tatsächlich Ihr Studium dort abschließen. Bei einer späteren Arbeitsaufnahme in Deutschland könnten sich hinsichtlich der Anerkennung von Abschlüssen und der Zulassung zu manchen Berufen Schwierigkeiten ergeben – etwa bei Tätigkeiten im öffentlichen Bereich. Auskunft erteilen Hochschullehrer, die fachliche Kontakte zu Hochschulen im Ausland unterhalten.

Die Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen, die im Ausland erbracht wurden, ist nicht einheitlich geregelt. Dies liegt an der föderalen Struktur des deutschen Bildungssystems und an der Autonomie deutscher Hochschulen. Wichtig ist, alle Fragen vor Beginn des Auslandsstudiums zu klären. Auf diese Weise ersparen Sie sich hinterher böse Überraschungen. Das Informationssystem anabin informiert über das Niveau ausländischer Hochschulabschlüsse im Vergleich zu denen in Deutschland (www.anabin.de).

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Nach dem Studium

Berufseinstieg für Hochschulabsolventinnen und -absolventen

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt
Malta bietet Arbeitssuchenden generell gute Chancen: Die allgemeine Arbeitslosigkeit ist mit einer Quote von 5,7 Prozent geringer ausgeprägt als in Deutschland, wo sie bei 7,4 Prozent liegt (Quelle: Eurostat, April 2008). Allerdings sind junge Menschen unter 25 Jahren etwas häufiger arbeitslos als in Deutschland (Malta: 10,7 Prozent, Deutschland: 9,8 Prozent).

Aussichten für Hochschulabsolventen
Wer frisch von der Hochschule kommt, findet leichter eine Arbeitsstelle als Personen ohne oder mit nur geringer Qualifikation. Jedoch nimmt die Arbeitslosigkeit unter Akademikerinnen und Akademikern seit einigen Jahren leicht zu. Dies liegt vor allem daran, dass der öffentliche Sektor, in dem bislang die meisten von ihnen unterkamen , Stellen abbaut. Die Privatwirtschaft konnte dies bisher nicht auffangen. Einer Studie der Universität Malta zufolge waren 17 Prozent eines Absolventenjahrgangs neun Monate nach Studienende noch nicht berufstätig. Wer einen Job findet, übt zunächst oft fachfremde Tätigkeiten aus. Nur 60 Prozent gaben an, ihr Studium für den aktuellen Posten zu benötigen. Ingenieurinnen und Ingenieure, Naturwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler sowie Medizinerinnnen und Mediziner finden am leichtesten eine Arbeit, die ihrer Qualifikation entspricht .

Das Gehalt von Akademikerinnen und Akademikern im ersten Berufsjahr entspricht in etwa dem landesweiten Durchschnittsverdienst von 5.174 LM (12.052 Euro) brutto pro Jahr (Stand: Mai 2005). Medizinerinnnen und Mediziner sowie Ingenieurinnen und Ingenieure verdienen am besten.

Mediziner und Ingenieure sind gefragt
Derzeit werden nach Auskunft der Deutsch-Maltesischen Handelskammer vor allem Absolventinnen und Absolventen in den Bereichen Informatik und Ingenieurwissenschaften gesucht. Auch Ärztinnen und Ärzte sind gefragt, denn viele Absolventinnen und Absolventen medizinischer Studienfächer verlassen Malta in Richtung England, da dort höhere Gehälter gezahlt werden. Gute Berufschancen haben zudem Absolventinnen und Absolventen der Fächer Erziehungswissenschaften / Lehramt, Wirtschaftswissenschaften und Naturwissenschaften.

Probleme am Arbeitsmarkt haben Geisteswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler sowie Absolventinnen und Absolventen der Kommunikationstechnologien. In den Medien, einem ihrer bevorzugten Arbeitsfelder, gibt es besonders wenig freie Stellen.

Vorteile durch Praxiserfahrung
Maltesische Unternehmen haben in der Vergangenheit die mangelnde Berufserfahrung der einheimischen Absolventinnen und Absolventen bemängelt. Wenn Sie also durch Praktika relevante Erfahrung erworben haben, können Sie sich positiv von der Konkurrenz abheben.

Mehr als ein Viertel der Akademikerinnen und Akademiker finden den ersten Job durch eine Stellenanzeige in der Zeitung. Aber auch persönliche Kontakte sind sehr wichtig. Die Deutsch-Maltesische Handelskammer bietet deutschen Absolventinnen und Absolventen an, bei der Jobsuche behilflich zu sein – die Kontaktdaten finden Sie unter www.german-maltese.com.


Forschung

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung informiert auf seinem Portal www.internationale-kooperation.de über Forschungsprogramme und -initiativen. Zu den wichtigsten zählen hierbei das Nato-Wissenschaftsprogramm „Science for Peace and Security“ (www.nato.int) und die europäische Forschungsinitiative „EUREKA“ (www.eureka.be). Über Stipendien, Arbeits- und Forschungsmöglichkeiten für Forscher und Wissenschaftler informiert http://ec.europa.eu/euraxess. Von dieser Webseite aus sind die nationalen Mobilitätsportale mit ihrem Beratungs- und Informationsagebot für Wissenschaftler zu erreichen. Der EU-Dienst „Cordis“ (http://cordis.europa.eu) bietet Hunderte von freien Doktoranden- und Postdoktorandenstellen vieler Fachrichtungen in Europa an.

 

Nützliche Links:

Pfeil www.education.gov.mt
Die Aufgabenbereiche des maltesischen Ministeriums für Bildung umfassen ein weites Spektrum. Es reicht von Erziehung, Jugend und Familie über Wissenschaft und Technologie bis hin zu Beschäftigung und Sport. Auf dieser Website finden Sie ein entsprechend vielfältiges Informationsangebot.

Pfeil www.daad.de
Das Online-Portal bietet umfassende Informationen zum Bildungs- und Hochschulwesen in Malta mit vielen nützlichen Hinweisen und weiterführenden Links zu relevanten Institutionen in Malta.

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Bildausschnitt: Foto einer lächelnden Frau, die mit einem Spiralblock in den Händen in einem Bibliotheksgang steht.
 
Symbolbild: Ein junger Mann vor einer Tafel mit Einsteins berühmter Formel E=mc²
 
Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) - Info-Center der ZAV: 0228 / 713 13 13 - E-Mail: zav-auslandsvermittlung@arbeitsagentur.de