Studieren in Luxemburg

 

Die Universität Luxemburg wurde im Wintersemester 2003/04 als Volluniversität an drei Standorten gegründet. Früher gab es vier einzelne Hochschulen, an denen man aber keinen Abschluss machen konnte: Die Studierenden mussten ihr in Luxemburg begonnenes Studium im Ausland fortsetzen und beenden. Heute kann man die meisten Studiengänge mit Bachelor oder Master abschließen. Auch der Doktortitel wird vergeben. Über weitere Abschlüsse und Studiengänge informiert die Homepage der Universität: www.uni.lu. Für alle Bachelorstudiengänge gilt, dass man ein Semester im Ausland verbringen muss.

Fernstudium
ie CEPL (Chambre des employés privés du Luxembourg) kooperiert mit der Open University in England, die seit 1987 Lehrgänge in Luxemburg anbietet. Der Unterricht findet auf Englisch statt. Mehr Informationen darüber erhalten Sie auf der Homepage der CEPL unter www.lllc.lu (> Formations universitaires). Unter www.open.ac.uk können Sie sich über sämtliche Studiengänge informieren, die die Open University anbietet.

Informationen zum Studium

Informationen über das Studienangebot der Universität Luxemburg und die Zugangsvoraussetzungen für einzelne Fächer bekommen Sie unter www.uni.lu.

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Studiengebühren

Die Universität Luxemburg verlangt in der Regel eine Einschreibgebühr von 100 € pro Semester, für einige Masterstudiengänge etwas mehr.

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Zulassung und Bewerbung

Um zum Studium zugelassen zu werden, benötigt man das allgemeine oder technische Abitur beziehungsweise einen vergleichbaren Bildungsabschluss wie etwa das diplôme de technicien, das diplôme de fin d’études secondaires techniques oder das diplôme d’aptitude professionnelle. Für einige Studiengänge gibt es besondere Zulassungsbedingungen. So muss man beispielsweise für das Fach Erziehungswissenschaften einen Sprachtest in Lëtzebuergisch bestehen. Die meisten Bachelor- und Masterstudiengänge werden mehrsprachig unterrichtet: auf Französisch, Deutsch und Englisch. Deutsche Studienbewerber benötigen ausreichende Kenntnisse in beiden Fremdsprachen, damit sie dem Unterricht folgen können. Unter www.uni.lu (> Studiengänge) können Sie nachsehen, welche Studiengänge in welchen Sprachen unterrichtet werden.

Für die Anerkennung ausländischer Reifezeugnisse ist das Ministère de l’ Éducation Nationale et de la Formation Professionelle zuständig (www.men.public.lu).

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Finanzierung

Deutsche, die ihr Studium ganz oder teilweise im Ausland absolvieren möchten, können nach dem neuen Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) leichter gefördert werden. Unter www.das-neue-bafoeg.de erfahren Sie mehr darüber. Auf der Internetseite finden Sie auch ein nach Ländern gegliedertes Verzeichnis der Ämter für Ausbildungsförderung.

Das europäische Bildungsprogramm Erasmus fördert Studienaufenthalte im europäischen Ausland. Im Rahmen dieses Bildungsprogramms können Studierende für die Dauer von drei Monaten bis zu einem vollen Studienjahr im Ausland verbringen. Das Stipendium ist eine weitere Möglichkeit zur Finanzierung eines Auslandsstudiums. Hier ist der DAAD die erste Adresse (http://eu.daad.de).

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Teil- oder Vollstudium?

Wenn Sie ein oder zwei Semester im Ausland studieren möchten, sollten Sie dies erst nach dem Grundstudium tun. Für die Zeit des Auslandsstudiums lassen Sie sich am besten beurlauben. Es besteht zwar auch die Möglichkeit der Exmatrikulation für diesen Zeitraum, doch ist dies nicht ratsam, weil Sie dadurch möglicherweise Ihren Studienplatz gefährden. Auch die Zugehörigkeit zur Krankenversicherung könnte verloren gehen.

In jedem Fall empfiehlt es sich, vorab beim Studentensekretariat und bei der Krankenversicherung genaue Informationen einzuholen. Das Akademische Auslandsamt Ihrer Heimatuniversität hilft bei allen Fragen zum Auslandsstudium. Die Adressliste aller Auslandsämter finden Sie unter www.hochschulkompass.de. Unter http://eu-community.daad.de informiert der DAAD über den Studienalltag und die kulturellen Besonderheiten in den europäischen Ländern. Dort finden Sie auch Berichte von Studierenden über ihre Erfahrungen im Ausland.

Ein Vollstudium im Ausland ist nur dann empfehlenswert, wenn Sie tatsächlich Ihr Studium dort abschließen. Bei einer späteren Arbeitsaufnahme in Deutschland könnten sich hinsichtlich der Anerkennung von Abschlüssen und der Zulassung zu manchen Berufen Schwierigkeiten ergeben – etwa bei Tätigkeiten im öffentlichen Bereich. Auskunft erteilen Hochschullehrer, die fachliche Kontakte zu Hochschulen im Ausland unterhalten.

Die Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen, die im Ausland erbracht wurden, ist nicht einheitlich geregelt. Dies liegt an der föderalen Struktur des deutschen Bildungssystems und an der Autonomie deutscher Hochschulen. Wichtig ist, alle Fragen vor Beginn des Auslandsstudiums zu klären. Auf diese Weise ersparen Sie sich hinterher böse Überraschungen. Das Informationssystem anabin informiert über das Niveau ausländischer Hochschulabschlüsse im Vergleich zu denen in Deutschland (www.anabin.de).


Über das Thema „Studium in Luxemburg“ informieren der DAAD (www.daad.de) und das luxemburgische Centre de documentation et d’information sur les études universitaires (www.cedies.lu). Eine Liste deutsch-luxemburgischer Hochschulkooperationen finden Sie auf der Homepage der Hochschulrektorenkonferenz (www.hochschulkompass.de).

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Nach dem Studium

Die Universität Luxemburg betreibt Forschung auf hohem Niveau und in Gemeinschaftsarbeit mit ausländischen Hochschulen und den Centres de recherche publics (CRP). Informationen über internationale Forschungsprogramme und Stipendien für Wissenschaftler erhalten Sie unter www.ba-auslandsvermittlung.de/luxemburg (> Studium > Nach dem Studium).

Berufseinstieg für Hochschulabsolventen

Berufseinstieg für Hochschulabsolventinnen und -absolventen

Aussichten für Hochschulabsolventen
Junge Menschen sind in Luxemburg häufiger arbeitslos als in Deutschland (18 Prozent gegenüber 10 Prozent, Quelle: Eurostat). Hochschulabsolventen betrifft dies jedoch viel seltener als Jugendliche mit geringerer Qualifikation: Von allen bei der Arbeitsagentur ADEM registrierten unter 26-Jährigen waren im Mai 2010 nur 6,9 Prozent Akademiker. Auch in der (älteren) Gesamtbevölkerung sind Akademikerinnen und Akademiker relativ selten arbeitslos: Von den insgesamt 13.438 Menschen mit Wohnsitz in Luxemburg, die im Mai 2010 als arbeitssuchend gemeldet waren, hatten nur rund 15 Prozent einen höheren Bildungsabschluss.

Hervorragende Chancen für Banker
Da Luxemburg stark auf seine Rolle als Finanzplatz setzt, bieten sich Berufschancen vor allem für Absolventen der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre, des Bankwesens sowie der Rechtswissenschaften. Die höchste Nachfrage nach akademischem Personal besteht derzeit in den Bereichen Risikomanagement, Compliance (Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien), Controlling, Reporting (Berichtswesen) und im Rechnungswesen.

Wer im Verwaltungsbereich arbeiten möchte und hervorragende Noten hat, kann zudem beim Europäischen Gerichtshof oder beim Europäischen Rechnungshof eine Stelle finden. Informationen zum Bewerbungsverfahren sowie über freie Stellen und Praktika finden Sie auf den Websites http://eca.europa.eu und http://curia.europa.eu.

Im Industriesektor werden Einsteiger mit einem Hochschulabschluss in den Ingenieurwissenschaften gesucht – vor allem für verfahrenstechnische Tätigkeiten und Aufgaben im Bereich Logistik. Im Dienstleistungssektor sind momentan vor allem Informatiker gefragt, insbesondere für die Bereiche Web, Java und SAP. Gute Einstiegschancen für Hochschulabsolventen über alle Branchen hinweg bieten die Zeitarbeitsfirmen – in Luxemburg gibt es etwa 40 davon.

Französisch- und Englischkenntnisse sind Voraussetzung
Auch in Luxemburg gilt: Mit akademischem Wissen allein hat man kaum Chancen, ins Arbeitsleben einzusteigen. Schon früh sollte man sich für eine Branche entscheiden und bereits während des Studiums in Praktika und praxisbezogenen Projekten relevante Berufserfahrung sammeln. Auch Sprachkenntnisse sind wichtig: Obwohl die meisten Luxemburger Deutsch sprechen, werden in der Regel solide Kenntnisse in Französisch und Englisch erwartet.

Forschung

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung informiert auf seinem Portal www.internationale-kooperation.de über Forschungsprogramme und -initiativen. Zu den wichtigsten zählen hierbei das Nato-Wissenschaftsprogramm „Science for Peace and Security“ (www.nato.int) und die europäische Forschungsinitiative „EUREKA“ (www.eureka.be). Über Stipendien, Arbeits- und Forschungsmöglichkeiten für Forscher und Wissenschaftler informiert http://ec.europa.eu/euraxess. Von dieser Webseite aus sind die nationalen Mobilitätsportale mit ihrem Beratungs- und Informationsagebot für Wissenschaftler zu erreichen. Der EU-Dienst „Cordis“ (http://cordis.europa.eu) bietet Hunderte von freien Doktoranden- und Postdoktorandenstellen vieler Fachrichtungen in Europa an.

 

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Bildausschnitt: Foto einer lächelnden Frau, die mit einem Spiralblock in den Händen in einem Bibliotheksgang steht.
 
Symbolbild: Ein junger Mann vor einer Tafel mit Einsteins berühmter Formel E=mc²
 
Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) - Info-Center der ZAV: 0228 / 713 13 13 - E-Mail: zav-auslandsvermittlung@arbeitsagentur.de