Frankreich: Land und Leute
Land & LeuteSeit jeher ist Frankreich ein Land mit unglaublicher Anziehungskraft. Die unterschiedlichen, kontrastierenden Landschaften verführen die Menschen ebenso wie die „Haute Cuisine“, die weltberühmte französische Küche. Ebenen und sanfte Hügel bestimmen das Bild im Norden und Westen. Für topografische Abwechslung sorgen die schroffen Gipfel der Pyrenäen im Südwesten, die Alpen des Juras im Südosten und das um die Hauptstadt Paris gelegene Zentralmassiv.
Sprachlich gesehen bilden die Landesteile dennoch eine harmonische Einheit. Denn in Frankreich spricht man nur dann kein Französisch, wenn man um jeden Preis als Ausländer auffallen möchte. Wie kaum eine andere Nation lieben, pflegen und verteidigen die Französinnen und Franzosen ihre Sprache – trotz des von ihnen selbst geprägten Bonmots „Vive la différence“. Frankreich liegt im Westen Europas und ist einschließlich seiner Überseeterritorien etwas größer als Deutschland. Natürliche Grenzen bildet im Westen der Atlantische Ozean, im Süden das Mittelmeer und im Norden der Ärmelkanal, der den Atlantik mit der Nordsee verbindet. Das freundliche Klima lässt die Bewohner selten über extreme Kälte oder außerordentliche Hitze klagen. In jeder Hinsicht Herz, Kopf und Seele der „Grande Nation“ ist Paris, die mit Abstand größte und wichtigste Stadt Frankreichs. In der Region Île de France leben rund 14 Millionen Menschen. Dagegen nehmen sich die Großräume um Marseille, Lyon und Lille mit jeweils wenig mehr als einer Million Einwohner fast bescheiden aus. Der deutlich größere Teil der rund 64,4 Millionen Franzosen lebt in kleinen und mittelgroßen Städten oder verstreut auf dem weiträumigen Land. Frankreich ist ein Einwanderungsland: Algerier, Marokkaner, Portugiesen und Italiener stellen die größten Immigrantengruppen. Rund 10 Prozent der Bevölkerung sind Muslime. Mehr als die Hälfte der Franzosen bekennt sich zum katholischen Glauben, ein Drittel hängt keiner Glaubensrichtung an. Noch liegt Frankreich, gemessen an seiner Einwohnerzahl, hinter Deutschland auf dem zweiten Platz der Europäischen Union. Da das Land aufgrund seiner vergleichsweise hohen Geburtenrate kaum etwas vom demografischen Wandel im restlichen Europa spürt, sagen Bevölkerungswissenschaftler für die zweite Hälfte des 21. Jahrhunderts einen Wechsel in der Rangfolge voraus. Weitere Informationen über Frankreich finden Sie unter www.auswaertiges-amt.de und http://ec.europa.eu. Blick in die WirtschaftIm Krisenjahr 2009 schrumpfte die Wirtschaft um 2,5 Prozent. Mittlerweile sieht die Situation wieder besser aus: Für 2010 sagt die OECD ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,7 Prozent, für 2011 von 2,1 Prozent voraus. Frankreichs wirtschaftliches Zentrum liegt im Großraum Paris, wo fast ein Fünftel aller Franzosen leben. Dort arbeitet auch der Großteil der hoch qualifizierten Arbeitskräfte. In den vergangenen Jahrzehnten wurde das Land durch politischen Druck jedoch stärker dezentralisiert, sodass auch andere Regionen wirtschaftlich erstarken. Mehr als die Hälfte des BIP wird im Dienstleistungssektor erwirtschaftet, gut 15 Prozent in der Industrie, knapp 5 Prozent in der Bauwirtschaft und ein gutesViertel in sonstigen Bereichen. Zu Frankreichs Wachstumsbranchen und -märkten gehören nach Angaben von Germany Trade and Invest insbesondere die sogenannten Life Sciences (Biotechnologie, Medizintechnik, Pharmazeutika), die Mikro- und Nanotechnologie, die Umwelttechnologie, Energieeffizienz, grüne Chemie, Recycling sowie die erneuerbaren Energien (Fotovoltaik, Biomasse, Biokraftstoffe, Offshore-Windkraft). Detaillierte Angaben zu einzelnen Wirtschaftsbranchen in Frankreich erhalten Sie unter www.gtai.de. Interessante Links:
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